Schreiben wie ein Mönch- Schüler der 7. Klassen in Kloster Veßra

Am 23.05.2019 waren die Klassen 7/1 und 7/2 im Kloster Veßra. Bei herrlichem Sonnenschein starteten wir 8:00 Uhr von der Schule mit einem Bus der Firma „Gessert-Reisen“. Unser Thema lautete: „Wie ein Mönch schreiben“. Nach ca. einer Stunde kamen wir am Kloster an. Diese Klosteranlage war ungefähr so groß wie acht Fußballfelder. Als Erstes machten wir eine Führung durch die Klosteranlage und lernten dabei, wie die Mönche und Nonnen früher lebten. Die Museumspädagogin erklärte uns, wie das Kloster früher aufgebaut war, welcher Epoche es angehörte und wofür sie genutzt wurden. Die Klosterkirche „Sankt Marien“ haben wir uns ganz genau angeschaut. Sie ist heute nur noch eine Ruine, da sie im 20. Jahrhundert abgebrannt ist. Darin befinden sich die Bibraische Kapelle sowie die Südkapelle. In der Bibraischen Kapelle schauten wir uns die Erbbegräbnisstätten zweier Linien der Familie Bibra an. Dann ging unser Rundgang weiter zur Südkapelle. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet und weist eine bemerkenswerte Baustruktur auf. In der Apsiswand befinden sich drei Lichtöffnungen, durch die zu bestimmten Zeiten das Sonnenlicht fiel und möglicherweise eine Marienfigur anstrahlte. Die Kapelle war ein besonderer Ort der Marienverehrung. An die Kirche schließen sich die Klausurgebäude an. Dort befanden sich unter anderem Schlafräume sowie der Speisen- und Versammlungsraum. Im westlichen Klausurgebäude lebten zur Klosterzeit die Laienbrüder. Später wurde es zu den Wohn- und Wirtschaftsgebäuden umgebaut. Die einzelnen Klausurgebäude waren mit einem Kreuzgang verbunden. Danach gingen wir in das Refektorium in der Südklausur. Dies ist heute ein Museum. Darin befinden sich unter anderem ein Messbuch mit liturgischer Handschrift sowie eine Glocke und das Modell der Klosteranlage. Als wir alles erkundet hatten, durften wir in der Schreibwerkstatt mit Feder und Tinte schreiben. Genauso wie es früher die Mönche getan haben. Wir konnten ausprobieren, wie es sich mit einer Feder schreibt. Zum Gestalten bekamen wir vier verschiedene Farben. Wir lernten auch, woraus früher die Farben hergestellt wurden. Bevor wir die Rückkehr antraten, durften wir die Anlage selbst erkunden. Wir konnten in verschiedene Fachwerkhäuser hinein und sahen, wie die Menschen früher gelebt haben. Nach einem erlebnisreichen Tag ging es wieder zurück zu unserer Schule.
Lena Schmidt, 7/2

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