INTERACT- Interkulturelle Begegnungen als Prävention am Gymnasium Gleichense in Ohrdruf

Trotz eingeschränkter Reisemöglichkeiten im Corona Jahr, begann das neue Schuljahr für die 10. Klassen des Gymnasiums Gleichense in Ohrdruf mit einem Erlebnis kultureller Vielfalt, bei dem sie sich aktiv und kreativ in Workshops erfahren konnten. Gemeinsam mit der Koordinationsstelle „Partnerschaft für Demokratie“ entwickelte die Fachschaft Englisch des Gymnasiums ein Projekt, das den Schülern persönliche Erfahrungen mit Diversität und Vielfalt von Nationen als bereicherndes kulturelles Erlebnis ermöglichte sowie Offenheit und Akzeptanz für andere Kulturen und Traditionen stärkt.
Kern des Projekts war die Native Speaker Week, ein Ideen- und Gedankenaustausch in authentischen Kommunikationsanlässen mit Muttersprachlern in Englischer Sprache. Mit ihrem Partner INTERACT als Vermittler der Native Speaker, schufen die Lehrer des Gymnasiums eine interkulturelle Atmosphäre. Eine ganze Schulwoche wurde als Erfahrungs- und Erlebnisraum zur Verfügung gestellt. Es entstanden sehr persönliche Beziehungen, die den Alltag der Jugendlichen und ihre Haltung gegenüber fremden Kulturen positiv beeinflussten.

Das Projekt wurde im Gebäude des Gymnasiums Gleichense durchgeführt und die Jugendlichen in 4 Gruppen mit je einem Native Speaker eingeteilt. So entstand ein enger Kontakt zwischen beiden Kulturen und die Kommunikationsmöglichkeiten waren vielfältig. INTERACT als Partner, gewährleistete die Diversität der Workshopleiter und deren Methoden. In Sprachspielen, Sport, Theater boten sie Auseinandersetzung mit dem Thema Diversität und kulturelle Vielfalt und dem eigenen Erleben und Handeln der Schüler. Die Jugendlichen konnten sich auf diese Weise kommunikativ erproben, neu erleben und ihr Bewusstsein wurde gestärkt.

Eine Schülerin berichtet: „Der Tag war untergliedert in viele einzelne Workshops, die sich mit vielen verschiedenen Themenbereichen beschäftigten. Uns Schülern wurden wichtige Themen, wie zum Beispiel fremde Kulturen, Akzeptanz oder Gleichberechtigung durch Gruppendiskussionen oder andere Workshops nähergebracht und wir wurden zum Nachdenken angeregt, was unsere Einstellung bezüglich solcher Themen positiv beeinflusste. Jeder konnte zum besprochenen Thema offen seine Meinung äußern und mit anderen argumentieren. Dabei erlebten wir vielfältige Methoden der einzelnen Workshops in Bereichen wie Theater, Bildende Kunst oder Medien und ließen unserer Kreativität freien Lauf. Es gab viele Gelegenheiten, um kreativ zu werden: fiktive Gespräche, schauspielerische Herausforderungen, Geschichtenschreiben oder das Designen und Vorstellen eines eigenen Produkts.“

Die Native Speaker wurden von den Schülern und Lehrern sehr positiv und herzlich aufgenommen. Ihre Methoden zogen auch die Aufmerksamkeit anderer Klassen auf sich und die Neugierde war an der Schule zu spüren. Da solch ein Projekt auch für unsere Besucher ein kulturelles Erlebnis hier in Thüringen ist, bot die Englisch Fachschaft ihnen einen kleinen Wanderausflug und die Einkehr in ein traditionell Thüringisches Restaurant. Die Begeisterung für unsere Gegend stand ihnen ins Gesicht geschrieben.

Den Abschluss fand die Projektwoche in einer lebhaften Show mit kurzen Theaterszenen und einer besonderen Projektpräsentation vor Freunden und Mitschülern, die im nächsten Jahr gerne ebenso am Projekt teilnehmen möchten. Möglich wurde dieses Projekt durch die Unterstützung der Koordinationsstelle „Partnerschaft für Demokratie“, engagierten Lehrern und den Eltern der Schüler.

Diversität wird am Gymnasium Gleichense weiterhin in Unterrichtsbegleitenden in Workshops vertiefend diskutiert und erörtert um das eigene Denken und Handeln der Schüler zu thematisieren. Die Projektwoche bot dafür einen wichtigen Impuls, den es nun gilt aufzugreifen und weiterhin mit lebendiger Auseinandersetzung zu füllen.

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