Gleichensianer schmieden Frieden zum Schmiedesymposium
Schüler- Skulptur erntet großen Beifall und Respekt am Tobiashammer (SOe, Sep.´26)
Klong, Klong, Klong und immer wieder im Rhythmus schlagen die Hämmer auf`s Metall. Muskeln gespannt, die Blicke fokussiert, denn jeder Treffer muss sitzen.
Wenngleich die Arbeit grob und mechanisch scheint, die Materialien so unbeugsam wirken, mit der nötigen Geduld, den richtigen Griffen und Kniffen, so sind sie doch veränderbar.
In diesem Jahr geschah dies in ganz friedlicher Mission. Denn das Motto des Schmiedesymposiums 2026 lautete: „Handwerk braucht Frieden“. Jedem aktiven Teilnehmer und jedem Gast war und ist an dieser Stelle dennoch bewusst, nicht nur das Handwerk, wir alle brauchen Frieden. Überall. Auf der großen Weltbühne, wie auch in eigenen Land, wie auch in den Bundesländern und sogar im heimischen Gefilde. Die Herausforderungen auf unserem Erdenrund an uns alle sind viel zu groß, als das wir sie alleine lösen könnten.
In diesem Sinne wurde daher schon lange vor der Symposiumswoche am Gymnasium Gleichense gegrübelt und skizziert, um eine Idee zu entwerfen, die als Skulptur später eine Botschaft sendet.
Unter Anleitung der Kunstlehrerin Benger- Neumann kreierten eine handvoll Schüler*Innen dann, was im Feuer später Wirklichkeit wurde.
Mit Lufthammer, Vorschlaghammer, Zange und immer wieder Feuer ging es dem Eisen ans Metall. Und so nahmen die Rohlinge mehr und mehr Form an. Aus platten Schwingen und einem flachen Vogeltorso wurden filigrane Flügel und ein Taubenkörper, aus einer Flachen Hand wurde ein markantes Victory- Zeichen und ein Schraubenschlüssel XXL wurde zur Abflugbahn.
„FRIEDEN SCHMIEDEN“ nannten die Schülerinnen des Gymnasiums letztlich ihre Skulptur und zielten bewusst doppeldeutig auf eigens Getanes und politisch noch zu Vollbringendes ab, in der Hoffnung ihre Botschaft werde gehört.
Als Tagesprojekt gestaltet wurden sie am Präsentationstag zu Recht von allen Seiten dafür gelobt und ihr Ergebnis konnte sich neben den metallischen Skulpturen der Profischmiede sehen lassen.
Wer es selbst einmal begutachten möchte, der kann sich demnächst vom diesjährigen Ergebnis und den Skulpturen der letzten Jahre bei einem Rundgang über das Schulgelände überzeugen und inspirieren lassen. Denn Botschaften sendet jede Stehle, jedes Jahr zu einem ihrem ganz eigenen Thema.













