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Ein Gesetz erarbeitet

 

Wie kommen europäische Gesetze zustande? Was tun dabei die Abgeordneten des Europäischen Parlaments? Welche Rolle spielen Medien und Lobbyisten in Brüssel und Straßburg? Einen Einblick in die Funktions- und Arbeitsweise der Europäischen Union erhielten Schüler des Ohrdrufer Gymnasiums Gleichense.

Im Auftrag des Europäischen Parlaments betreuen Teams des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität München bundesweit eine Serie von Planspielen. In Kooperation mit der Thüringer Staatskanzlei wurde das Projekt am Ohrdrufer Gymnasium durchgeführt.

Unter Anleitung der beiden Referenten Julia Binder und Simon Kirmberger erarbeiteten sich die Schüler zunächst theoretische Grundlagen. Die Zusammensetzung und Funktionsweise von Rat, Kommission und Parlament wurden in Kleingruppen erarbeitet. Im Planspiel selbst schlüpften die Schülerinnen und Schüler dann in diese Rollen und simulierten einen Gesetzgebungsprozess vom Entwurf bis hin zum Beschluss. Mit der Entstehung einer europäischen Richtlinie über umweltschonende Energieversorgung wurde dabei eine aktuelle Debatte behandelt.

Am Ende stand neben dem Beschluss eine ganze Reihe von Einsichten und Erkenntnissen bei den teilnehmenden Schülern. Es sei interessant gewesen, wie lange es gedauert habe, sich auf einen Kompromiss zu einigen, war da ein häufiges Urteil. Dass politische Entscheidungen nicht immer gleich richtig sein müssen, lautete ein weiteres Fazit.

TA 28.12.2010

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