Reise nach Amerika
Sechzehn Schüler und Schülerinnen der elften Klassen des Gymnasium Gleichense reisten zwei Wochen in die USA. Grund dafür war ein Austauschprojekt sowie ein Projekt über Emigration.
von Carolin Ehmel
Am Freitag, dem 24. September ging die lang ersehnte Reise endlich los. Die Schüler flogen vom Flughafen Frankfurt mit zwei Lehrern über den Zwischenstopp London nach Philadelphia.
Der Austausch mit der Upper Dublin High School kam durch die Englischlehrerin des Gymnasiums Ohrdruf, Solveigh Vogt, zustande. Sie hat 2008 ein Jahr an der Schule in Fort Washington unterrichtet. Zur selben Zeit unterrichtete der Deutschlehrer Robert Albert aus den USA in Ohrdruf. Die beiden Lehrer planten und organisierten die Reise mit Schülern. Bernd Merten, ebenfalls ein Lehrer des Gymnasiums, gehörte auch mit zur Reisegruppe. Die Reise wurde auch durch Bundesgelder und die Schule unterstützt.
Kaum angekommen, gingen die Schüler in ihre Gastfamilien und verbrachten das Wochenende nur mit der Familie. Manche lernten amerikanische Sportarten kennen, manche erkundeten einfach die Gegend und andere gingen shoppen. Es gab außerdem, noch eine große Willkommensparty, mit vielen typischen, amerikanischen Köstlichkeiten.
Am Montag durften die Schüler das erste Mal mit ihren Gastbrüdern und Gastschwestern eine High School erkunden. An der „Upper Dublin High School“ lernten sie den Schulalltag kennen und wurden durch das riesengroße Gebäude geführt.
Die nächsten Tage unternahmen alle zusammen viele Ausflüge. Es ging nach Philadelphia, wo die „Liberty Bell“, „Independence Hall“, das Stadion der heimischen Baseballmanschaft die „Philadelphia Phillies“ und vieles mehr besichtigt wurde. Ein anderer Trip führte die Thüringer in ein Gebiet wo die „Armish“ wohnen. Sie leben noch ohne Strom und fliesend Wasser. Dies durften die Schüler auf einer Tour mit Kutschen erkundeten und waren beeindruckt von dieser Lebensweise.
Was natürlich auch nicht fehlen darf, wenn man einmal eine amerikanische High School besucht, ist ein Footballspiel. Am Freitag, wurden die Schüler erst Zeuge einer traditionellen Party vor dem Spiel. Diese nennt man „Tailgate Party“ und dort wird auf dem Parkplatz ein reichhaltiges Buffet aufgebaut, welches alle zusammen genießen. Danach schauten sie sich ein Spiel der Upper Dublin Cardinals an.
Das Wochenende verbrachten die Jungs und Mädchen wieder mit ihren Gastfamilien. Viele von ihnen verabredeten sich in Ocean City in New Jersey. Dort erlebten sie einen sonnigen und warmen Tag am Strand. Viele gingen baden oder einfach nur auf dem Boardwalk spazieren.
Der letzte Tag in Fort Washington war der Montag. Die Schüler und Lehrer gingen noch mal mit in die High School und verabschiedeten sich von allen. Dann fuhren sie nach New York.
Dort übernachteten die Thüringer in einer Jugendherberge direkt am Central Park.
Die Zeit in „Big Apple“ musste natürlich genutzt werden und so standen stressige Tage bevor. Solveigh Vogt zeigte den Schülern in den vier Tagen den Time Square, die Wall Street, die Freiheitsstatue, Ellis Island, New York bei Nacht und vieles mehr. „ Mich hat am meisten die Aussicht vom Empire State Building beeindruckt. Wenn man dort runter schaut, begreift man erstmal, wie groß die Stadt eigentlich ist. Außerdem war es sehr bewegend Ground Zero zu sehen und wie die Türme des World Trade Center die Skyline von New York geprägt haben müssen“, sagte Jenny-Kim Le.
Nach vierzehn Tagen USA ging es am Donnerstagabend, den 7. Oktober, wieder Richtung Heimat. Zum krönenden Abschluss flogen die Schüler, welche nun viele Eindrücke und Erfahrungen reicher waren, mit den zwei Lehrern über das erleuchtete New York.
Am Freitagmittag war die Reise dann in Frankfurt beendet. Zum Glück bleiben den Reisenden noch die Herbstferien um den Jetlag wieder los zu werden und all das Gesehene zu verarbeiten.
Ein besonderes Dankeschön der Schüler geht natürlich an Solveigh Vogt und Bernd Merten. Wer noch mehr über diese Reise wissen möchte kann auch die Homepage (www.gleichensianer-erobern-usa.jimdo.com) besuchen, die die Schüler extra für diesen Trip eingerichtet haben. Dort gibt es ein ausführliches Tagebuch und viele Bilder.

