Geschichtsexkursion ins Schloss
Unsere Fahrt gen Gotha war im Grunde genommen eine Zeitreise 5000 Jahre zurück in die Ur- und Frühgeschichte unserer Gegend passend zu dem Themenbereich am Anfang des fünften Schuljahres. Die Museumspädagogik im Schloss bietet hierfür eine Lerneinheit sehr anschaulicher Art an Hand regionaler archäologischer Funde aus dem Gothaer Land.
Wir sahen nicht nur die Geräte zum Weben, Korn mahlen, Bohren, Feuer machen, den trepanierten Schädel aus Wechmar (Ergebnis einer urzeitlichen Kopf-OP, die der Patient auch überlebte), diverse Faustkeile, das Hockergrab eines jungen Mädchens etc.
Auch praktisch konnte hier gewebt, gemahlen, gebohrt, Feuer gemacht (nur fast – aber es qualmte aber schon) und getöpfert werden.
Toni schreibt über das Töpfern:
„Danach wurden nun die Gruppen getauscht. Wir kamen rein und auf dem Tisch lag schon der Ton für die Arbeiten bereit. Die Praktikantin Karin begrüßte uns und sie erklärte, was wir machen mussten:
1. vier gleich große Vierecke schneiden.;
2. alle zu einer Kugel rollen;
3. eine von den vier Kugel zu einer Schüssel formen und die anderen zu einer Wurst rollen;
4. die drei Würste übereinander auf die Schüssel legen und verbinden dann nur noch trocknen lassen und fertig sind sie.
Die selbstgebauten Tonkrüge durften wir mitnehmen.“
Die Hin- und Rückfahrt war dann für die meisten die letzte Bahnfahrt mit der Ohratalbahn.
Solch ein Lernen mit allen Sinnen brachte allen diese versunkene Zeit nahe.
Oder auch (Zitat):
„Das war ein sehr interessanter, lehrreicher Tag und er war lustig.“

