Doch der Kunst gehört das Leben
Seit mehr als fünf Jahren gibt es an unserer Schule eine Arbeitsgemeinschaft „Theater“.
Organisiert werden die gesellschaftskritischen Projekte vom „art der stadt e.V.“ Gotha und in Kooperation mit dem Gymnasium Gleichense.
Getragen werden die Projekte von ca. 15 Kindern und Jugendlichen der 5. bis 9. Klassen.
In zwei Altersgruppen beschäftigten sich die Schüler unter anderem mit dem Thema Gewalt unter Jugendlichen innerhalb und außerhalb der Schule. Eine Gruppe entwickelte ein Kriminalstück, welches aus den eigenen Ideen und Vorstellungen der Teilnehmer wuchs. Die Kinder schrieben mit Hilfe der Theaterpädagogin Daniela Rockstuhl den Text selbst und nahmen damit erfolgreich an den 17. Regionalen Schultheatertagen 2009 in Gotha teil.
Die zweite Gruppe setzte sich mit dem Thema Mobbing in der Schule auseinander und erarbeitete in der Projektwoche mit großer Unterstützung der Musiklehrerin Frau Philippsen ein Musical, das nicht nur mehrfach in der Schule, sondern auch in der Stadt Ohrdruf und im Altersheim erfolgreich aufgeführt wurde.
Aber auch historische Stoffe, wie das Leben des jungen Bach in Ohrdruf oder die Geschichte des Grafen von Gleichen kamen zur Aufführung.
Beim gegenwärtigen Stück „Wie ein junger Gott“ wird wieder das Leben junger Menschen im Mittelpunkt stehen, die sich auf satirische Art und Weise mit ihren eigenen Perspektiven auseinandersetzen. Premiere wird noch in diesem Schuljahr sein.
Viele Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft konnten in unserer Arbeit lernen mit ihren eigenen Stärken und Schwächen umzugehen, erlernten praktische Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit. Ihre Mitarbeit ist sehr zufriedenstellend, denn sie erlebten, wie wichtig in der Theaterarbeit zwischenmenschliche Kommunikation ist und nahmen ihre Rolle sehr ernst. Nicht ohne Reibungspunkte, aber mit stetig wachsendem Eifer und zunehmender Ausdauer haben sie an ihrem gemeinsamen Ziel gearbeitet.
Für dieses Engagement möchte ich mich hiermit bei allen Theaterkindern ganz herzlich bedanken.
M. Kunze

